
erwartungen nicht zu hoch ansetzen - da ja der batman-hype gerade auch in good old europe und in einigen von uns schon so richtig zum lodern angefangen hat, war auch ich ziemlich interessiert wie eigentlich frank miller s graphic novel,(den man auch als nicht begeisterter comic-fan zumindest durch das medium film, wie sin city oder 300 bereits dem einem oder anderen der name frank miller zu ohren gekommen ist,) zu lesen und zu beurteilen ist. am buchrücken ist eine zitierte meinung von stephen king zu lesen (wahrscheinlich das beeindruckendste werk in der comic-kunst) ein satz, der die latte an erwartungen um mindestens das doppelte höher hängt, da man sich ja von so einem namhaften autor, (unbeachtet ob man seine erzählungen mag oder nicht) eine doch kompetente empfehlung erwartet, schließlich steht er mit seinem namen dafür ein...die idee der erzählung ist, wie würde es einem etwa 55 jährigen batman mit all seinen altersbedingten problemen im kampf gegen die kriminalität ergehen. eine ganz interessanter menschlicher ansatz muss man sagen.die geschichte wird immer wieder mit gewollt schlechten und nonsense fernsehberichten ergänzt, die als millers kritik an die -hauptsache-eine-story-egal-mit-welcher-politischen-färbung-und-moral medienwelt zu verstehen ist.interessant ist auch die idee, wie die regierung mit superhelden, wie superman sich zu helfen weiß. ähnlich wie in THE WATCHMEN dürfen superhelden nur unter der aufsicht von der regierung weiterhin undercover arbeiten, alles andere ist illegal... die zeichnungen weisen einen recht reduzierten stil auf und wirken oft ungeschliffen bzw. roh, das nicht unbedingt negativ wirkt, eher passend zu dem batman, der sich schon längst im ruhestand befinden sollte... etwas ausgebrannt und müde. die erzählart und perspektivenwahl der bilder ist sehr gelungen, da es eine durchgängige spannung erzeugt.das einzige was mich etwas enttäuscht hat war die flache story des jokers und des two-face , wurde etwas zu schnell und zu geradlinig gehandhabt für zwei klassische superschurken in der batmanwelt.fazit: interessante idee (alternder held, der sich nicht wirklich zur ruhe setzen kann oder will) die story hat ein gutes fundament, doch wird sie am ende doch etwas schwammiger und flacher...
Ein Meilenstein der Comicgeschichte - Diese Besprechung bezieht sich auf die comicart-Übersetzung, die keinerlei graphischer Zensur unterlag. Dies ist eines der berühmtesten Batman-Comics aller Zeiten und kaum eines hat die Kritiker und Leserinnen und Leser in ihrem Urteil so gespalten. Ein Teil dieser Kontroverse und auch eine Geschichte der Figur des Batmans wird durch die Einleitung von Andreas Knigge dargelegt. Hier können gerade Neulinge eine Menge über diese sehr alte Comic-Figur und ihre Ursprünge erfahren.Neben der eigentlichen Story sind in diesem Band auch die verschiedenen philosophischen Betrachtungen interessant, die teils durch die Medienkontroverse, teils durch die Gedanken James Gordons und ganz besonders durch die Überlegungen zu gesellschaftlichen und politischen Problemen von Bruce Wayne (Batman) und Clark Kent (Superman) angestellt werden. Hier zeigt sich sehr deutlich, worin die eigentliche Problematik dieses Comics liegt und warum es auch noch Jahre nach seiner Entstehung immer noch ein gültiger Klassiker des Genres ist.
Zensierte Fassung des Originals - Batman kämpft in diesem Klassiker von Frank Miller u. a. im dritten Teil des Buches zu Beginn über viele Seiten gegen Bruno, der am ganzen Körper mit Hakenkreuzen tätowiert ist. In der deutschen Veröffentlichung sind die im Original gezeichneten Hakenkreuze auf Brunos Körper nicht zu sehen. Die deutsche Ausgabe ist also nur eine zensierte Fassung.
Ich bitte zu bedenken: Auch dies ist ein Batman-Comic - und nur wenig mehr - Batman bleibt Batman, ob nun Frank Miller drauf steht und drin ist oder ein drittklassiger Szenarist und Zeichner kleine Jungs unterhält. Man mag Stephen Kings Preisung von damals begreifen, wenn man sich vor Augen hält, was es in den 80ern gab für Graphic Novels, bis auf Maus. Natürlich das eine oder andere (vor allem: Watchmen, die eindeutig bessere Alternative), aber der wahre Boom ging erst Mitte der 90er los. Die Zahl der Doppeltalente (Zeichner und Texter in einer Person) wuchs erheblich an, Frankreich erwachte zur neuen Blüte, und Alan Moore blieb weit gehend in Hochform - zumindest in seinen Hauptwerken. Versetzt man sich also in diese Ära, dann ist Der dunkle Ritter... ohne jeden Zweifel ein Novum und zwei Schritte weg von drögen Superhelden-Comics hin zu einer halbwegs ernstzunehmenden Figur, verhakten Erzählsplittern, multiplen Handlungsstängen - aber Batman ist immer noch ein Superheld, der dann doch erstaunliche Kräfte hat (was der alles kann! Uiuiui...), der es mit Ende fünfzig noch einmal wissen will (war das nicht schon damals ziemlich verbraucht?), der gegen Mutanten und den Joker kämpft und kämpft (sogar in den Schlamm wagt er sich), der die Gesetzeshüter gegen sich hat und die Medien, der trotzdem weiter macht, weil er all die Gewalt auf den Straßen und im TV nicht ertragen kann, weil er traumatisiert ist... Ich kann mich nur wiederholen: Das ist Batman, und auch nicht mehr. Es ist um einiges besser gemacht, anspruchsvoller erzählt, manchmal auch etwas angestrengt erzählt. Mit Perspektivenwechseln, abrupten Szenenwechseln, dann wieder klassische Actionphasen (nicht sehr viel anders als ganz früher, nur besser gezeichnet). Dass dieser Bruce Wayne als komplexe Figur verstanden wird, ist mir etwas schleierhaft und nur mit der Schablonenhaftigkeit des klassischen Batmans erklärbar. Psychologisch ist das bestenfalls mittleres Hollywood-Niveau. Die Medienkritik nervt spätestens ab Seite 50, weil sich Miller hier nur wiederholen kann. Armer, alter Mann! Manchmal ist es fast schon spannend, was Du alles erleiden musst im Gotham-Sumpf. Du wirst sogar den Joker besiegen. Deine Mission erfüllen, wenn auch mit Wunden! Alle sind gegen Dich, aber Du holst Dich selbst aus dem Schlamassel, denn Du bist zwar verletzlich, gleichsam robuster, und dann gibt es ja noch ein junges Supergirl, die sich als Robin verkleidet. Wäre da nicht die junge Polizeitussi, die Dir Steine in den Weg legt! Dabei wirst Du missverstanden und zum Medienphänomen, zum Zankapfel, zum Sündenbock. Unheimlich bedeutsam das Ganze. Immerhin sind die Zeichnungen, wenngleich nicht umwerfend, so doch eine gehörige Weiterentwicklung - aber müssen es gleich Standing Ovations sein? Es ist eine alte Heldengeschichte, die mitunter verwirrend sein kann, die sich ständig überschlägt (unheimlich viel Handlung, fast schon zu viel) und abgehangene Muster einfach nur neu verwebt. Für das Superheldengenre ein Fortschritt, für das literarisch verstandene Genre der Graphic Novel nicht mehr als eine interessante Fußnote. Ich habe Superhelden eben nie gemocht. Watchmen ist da die einzige Ausnahme, die ich für mich gelten lasse. Interessant ist allerdings die Rolle von Superman im Dunklen Ritter - er ist ein angepasster, gestresster Weltenretter mit biegsamen Rückgrat geworden. Und ein Konservativer, ein Erfüllungsgehilfe von Präsident Reagan.
Genial - Dieser Comic gehört wahrscheinlich zu denn besten überhaupt , indie Rückehr des dunkelen Ritters wird die Geschichte eines gealtertenBruce wayne erzählt der seit Zehn Jahren nicht mehr als Batman in Ersch-einung getreten ist und inzwischen von argen Selbstzweifeln geplagt wird.Gotham city ist in der Zeit in Verbrechen versunken die vorwiegendt durcheine besonders brutale Gang die Mutanten verübt wird.Und so entschliesst sichBruce Wayne ein letztesmal das Fledermauskostüm anzulegen .Allerdings wirder dabei nicht nur von Verbrechern behindert sondern auch durch die Bürger Und Behörden Gothams die Batman selbstjustiz nicht mehr still befürworten wollen.In diesem Comic wird aber nicht nur ein neues Bild Batmans gezeichnet,sondern auch von Gotham.Die Stadt ist im Dreck versunken und die Bewohner müssen mit ihren eigenen Problemen wie Armut und Krankheit kämpfen.Ein Realistischer Batman der Dunkelen Rächer bei weitem nicht so Perfektzeigt wie Er sonst beschrieben wird.Für mich ein Muss nicht nur für Comicfans.