
Lesenswert trotz Schwachpunkt - Da mich der Film im Kinosaal umgehauen hat,und ich die Zeit bis zum Erscheinungstermin der DVD kaum abwarten kann, habe ich mich kurzerhand entschieden den Filmroman zu kaufen.Meine Erwartungen waren hinsichtlich der großartigen, kaum zu übertreffenden Darstellerleistungen von Ledger, Bale und co. sowie der Regieleistungen nicht so all zu hoch, da es sich hierbei schließlich nur um einen Roman zum Film -und nichtumgekehrt - handelt. Positiv überrascht war ich allerdings über den Romananfang, wo das Ende von Batman Beginsgeschildert wird. Auch Scarecrows Geschichte wird beleuchtet, der im Film selbst sehr kurz geraten ist. Die kurze, humoreske Einführung des Jokers hat mich ebenfalls begeistert. Diese sind nur einige Beispiele dafür, dass in diesem Buch nicht nurdas Geschehen des Filmes fast ziemlich genau wieder gespiegelt wird. Zusätzlich ist der Autor bemüht, dem Leser mehr Hintergrundinformationen über die einzelnen Charaktere und deren Umstände zu vermitteln. Das Buch stellt in meinen Augen eine kluge Ergänzung zum Leinwandspektakel dar.Und dennoch hat dieser Roman für mich einen ganz großen Schwachpunkt:in Einer der Schlüsselszenen des Filmes, in der der Joker von Batman verhört wird,beichtet der Joker, nicht nur für das Verschwinden Harvey Dents sondern auch für das Rachel Dawesverantwortlich zu sein. Der Joker vertauscht die beiden Standorte und überlässt Batman die Entscheidung,sich für die Rettung von Einem zu entscheiden. Im Film rastet Batman aus und entlädt seinen Zorn gewaltvoll am Joker.Der Dialog zwischen den Erzfeinden ist mitreißend. Im Buch wird genau dieser großartige Moment - Batmans Wutausbruch - weggelassen. Statt des Jokers Worten, die Batman rasend machen, muss sich der Leser mit einem Szenenwechsel zufrieden geben.An dieser einen Stelle tappte ich als Liebhaber des Films völlig im Dunkeln. Die Leselaune sank in den Keller.Ich fragte mich, wieso gerade ein so grosser Filmmoment mittels anderer Darstellung verschwendet worden ist.Wäre diese eine Schlüsselszene mit ihrem gesamten Dialog und den Gefühlsregungen des dunklen Rittersgenau wie im Film beschrieben worden, wäre es eine nahezu würdige Ergänzung zum großartigen Kinofilm.Es ist ein lesewürdiges und unterhaltendes Buch.Diese eine wichtige Szene anders darzustellen, fällt mir persönlich allerdings zu sehr ins Gewicht,weswegen ich dem Roman nur 3 Sterne gebe.
Warum so ernst? - Batman im Zwielicht - Wayne Manor mag zerstört und Gotham City nur knapp einer Katastrophe entgangen sein, doch Batman hat als Symbol Hoffnung gegeben. Der Rächer selbst hat sich jedoch vorerst zurückgezogen und überlegt seine weitere Vorgehensweise. Unterdessen bekommt Batman durch den tatkräftigen neuen Staatsanwalt Harvey Dent, so etwas wie Konkurrenz. Der Mann mit der weißen Weste, hat sich vorgenommen, Gothams Unterwelt zu zerschlagen oder der Stadt zumindest einige Monate Sicherheit zu verschaffen. An der Seite von Gothams weißen Ritter steht keine geringere, als Bruce Waynes Jugendfreundin Rachel Dawes, ein Schlag ins Gesicht für den Milliardär, der selbst noch Gefühle für Rachel hegte. Doch Eifersucht und Misstrauen gegenüber dem innerhalb des Rechts gegen die Kriminalität kämpfenden Dent sind bald Batmans geringste Probleme, denn ein psychopathischer Verbrecher, mit dem klingenden Namen Joker hat begonnen sein Unwesen in den Straßen Gothams zu treiben. Und als die neuen Herren der Unterwelt überlegen Batman aus dem Weg zu räumen, bietet sich der Joker an, diesen Job für sie zu übernehmen...Wie schon die Romanadaption von Batman Begins basiert auch The Dark Knight 1:1 auf dem Drehbuch und spiegelt damit exakt den Film wieder. Doch Dennis O Neil schafft es auch diesmal noch mehr daraus zu machen. Liest man The Dark Knight glaubt man in Gedanken genau jene Bilder zu sehen und Stimmen zu hören, die es auf die Leinwand geschafft haben, die Wiedergabe des Films durch Worte ist einfach einzigartig und brillant gelungen. Im Gegensatz zu Batman Begins finden sich in The Dark Knight nun kein Bildteil mehr, aber dieses minimale Manko macht der Roman durch eine düstere Atmosphäre, Action und inhaltliche Tiefe mehr als wett.In The Dark Knight ist Batman endgültig von den Klischees der Zeichentrickserien und früherer Verfilmungen befreit. Einziges Element dass Dark Knight damit noch verbindet sind die Gadgets und die explosive Action. Mit dem im Film von Heath Ledger gespielten Joker besitzt The Dark Knight wohl einen der rücksichtslosesten, brutalsten und einzigartigsten Filmschurken, der trotz aller Abscheulichkeiten eine Art sehr grausamen Humor zu pflegen versteht. Detailliert zeichnet Dennis O Neil ein Bild der ihm anvertrauten Charaktere und vertieft dadurch die Handlung. Mehr als einmal ist Batman nun gezwungen über die Konsequenzen seines Handelns nachzudenken und erschüttert von den Taten des Jokers. Am Ende bleibt ein Ausgang, der so manches zwar eindeutig beendet, aber auch genug Raum für Fortsetzungen offen lässt.Fazit:Action, Hochspannung, eine mitreißende Handlung und unerwartet tiefsinnige Charaktere, eine hervorragende Romanadaption.